Lag auf Ihrem Minecraft-Server zeigt sich durch verzögerte Blockplatzierungen, Rubberbanding oder Mobs, die sich nicht bewegen. Die Ursache liegt fast immer an niedrigen TPS (Ticks pro Sekunde). Ein gesunder Server läuft mit 20 TPS. Fällt der Wert darunter, ruckelt es spürbar.
TPS messen mit Spark
Installieren Sie das Plugin Spark auf Ihrem Paper- oder Spigot-Server. Mit /spark tps sehen Sie die aktuellen TPS, und /spark profiler erstellt einen detaillierten Bericht, der zeigt, welche Plugins oder Prozesse die meiste Leistung verbrauchen. Den Bericht können Sie im Browser öffnen und bei Bedarf mit unserem Support teilen.
View-Distance und Simulation-Distance senken
In der Datei server.properties bestimmen view-distance und simulation-distance, wie viele Chunks um jeden Spieler geladen und simuliert werden. Stellen Sie view-distance auf 6 bis 8 und simulation-distance auf 4 bis 6. Weniger aktive Chunks bedeuten deutlich weniger Rechenaufwand.
Entity-Limits anpassen
Zu viele Mobs und Tiere verursachen erheblichen Lag. In der Datei bukkit.yml können Sie unter spawn-limits die maximale Anzahl von Monstern, Tieren und anderen Entities reduzieren. Typische Werte sind monsters: 50 und animals: 8. Prüfen Sie ausserdem, ob irgendwo in der Welt grosse Tierfarmen mit Hunderten von Entities stehen.
Weitere Optimierungen
- Verwenden Sie Paper statt Vanilla oder Spigot. Paper enthält zahlreiche Leistungsverbesserungen und optimierte Konfigurationsdateien.
- Prüfen Sie in
paper-world-defaults.ymldie Einstellungen unterchunksundentities. Paper bietet zusätzliche Optionen wiemax-auto-save-chunks-per-tick, die den Lag beim Speichern verringern. - Entfernen Sie ungenutzte Plugins. Jedes Plugin kostet Ressourcen, auch wenn es scheinbar wenig tut.
- Begrenzen Sie die Weltgrösse mit einer World Border (
/worldborder set 10000), damit Spieler nicht unendlich neue Chunks generieren.
Reichen diese Massnahmen nicht aus, benötigt Ihr Server vermutlich mehr Arbeitsspeicher. Ein Upgrade auf ein grösseres Minecraft-Hosting-Paket ist jederzeit über den Kundenbereich möglich. Kommen Sie nicht weiter, öffnen Sie ein Support-Ticket mit dem Spark-Bericht, dann schauen wir gemeinsam, wo das Problem liegt.