Kurz gesagt: Einen Minecraft Bedrock Server erstellen Sie mit dem kostenlosen Bedrock Dedicated Server von Mojang für Windows oder Ubuntu: ZIP entpacken, bedrock_server starten, server.properties anpassen. Zwei Punkte überraschen in Version 1.26: allow-list ist ab Werk an, Sie tragen Spieler also mit allowlist add ein, und der Standard-Transport ist NetherNet. Für den klassischen UDP-Port 19132 setzen Sie transport=raknet.
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Diese Anleitung führt vom Download bis zum ersten Spieler auf dem Server: Systemvoraussetzungen, Start unter Windows und Linux, Ports und Transport, die wichtigsten Einstellungen, Allowlist und Rechte, Spieler auf Handy und Konsole, eigene Welten und Updates. Stand: 23. Oktober 2026, Bedrock Dedicated Server 1.26.52.3.
Was Sie brauchen
- Betriebssystem: Windows 10 ab Version 1703, Windows Server 2016 oder neuer, oder Ubuntu ab Version 18. Ubuntu ist laut Mojang die einzige offiziell unterstützte Linux-Distribution.
- Hardware: Mojang empfiehlt einen 64-Bit-Prozessor von Intel oder AMD mit mindestens 2 Kernen und 1 GB RAM.
- Für Spieler über das Internet: einen Rechner, der läuft, solange gespielt wird, und eine Portfreigabe im Router.
Schritt 1: Bedrock Dedicated Server herunterladen
Den Server gibt es kostenlos auf der Download-Seite von minecraft.net im Bereich Bedrock Server, als ZIP für Windows und für Ubuntu. Stand 23. Oktober 2026 ist die aktuelle Version 1.26.52.3 (Datei bedrock-server-1.26.52.3.zip, rund 95 MB). Daneben bietet Mojang eine Preview an (1.26.70.21). Die brauchen Sie nur, wenn alle Spieler ebenfalls die Preview-Version des Spiels nutzen, denn mit einem Preview-Server verbindet sich nur ein Preview-Client.
Entpacken Sie das ZIP in einen leeren Ordner, zum Beispiel C:\MinecraftServer oder ~/MinecraftServer. Darin liegen unter anderem bedrock_server (unter Windows bedrock_server.exe), server.properties, allowlist.json, permissions.json, die Ordner behavior_packs und resource_packs sowie Mojangs Anleitung bedrock_server_how_to.html.
Schritt 2: Den Server starten
- Windows: Öffnen Sie im Ordner eine Eingabeaufforderung oder PowerShell und starten Sie bedrock_server. Die Windows-Firewall fragt, ob der Server in privaten oder öffentlichen Netzwerken kommunizieren darf: privat für Spieler im Heimnetz, öffentlich für Spieler über das Internet.
- Ubuntu: Wechseln Sie in den Ordner und starten Sie mit
LD_LIBRARY_PATH=. ./bedrock_server.
Beim ersten Start legt der Server weitere Ordner an, darunter worlds für die Welten. Sobald in der Konsole „Server started“ erscheint, ist er bereit. Mit stop fahren Sie ihn sauber herunter.
Spielen Sie unter Windows auf demselben PC, auf dem der Server läuft, blockiert Windows die Verbindung zu sich selbst (Loopback). Mojangs Anleitung nennt dafür diesen Befehl, den Sie bei gestopptem Server einmal ausführen:
CheckNetIsolation.exe LoopbackExempt -a -p=S-1-15-2-1958404141-86561845-1752920682-3514627264-368642714-62675701-733520436
Schritt 3: Ports und Transport (NetherNet oder RakNet)
Hier unterscheidet sich die aktuelle Version am stärksten von älteren Anleitungen. In der server.properties steht ab Werk transport=nethernet. Mojang beschreibt die beiden Varianten so:
| Transport | Ports | Passt für |
|---|---|---|
raknet, der klassische Bedrock-Transport und Standard früherer Versionen | UDP 19132 (server-port, IPv4) und UDP 19133 (server-portv6, IPv6) | Portfreigabe im Router, Server mit festem Port |
nethernet, der aktuelle Standard auf Basis von WebRTC | TCP auf server-port (19132) für den Verbindungsaufbau, danach pro Spieler eine UDP-Verbindung; die UDP-Ports nimmt der Server aus dem Bereich des Betriebssystems oder aus server-udp-ports | Heimnetz; hinter Firewall oder NAT nur mit festem UDP-Bereich und passender Freigabe |
Für Spieler über das Internet ist RakNet der einfachste Weg: Setzen Sie transport=raknet in die server.properties, leiten Sie im Router UDP 19132 und für IPv6 UDP 19133 an den Server-PC weiter und geben Sie die Ports unter Ubuntu frei. Mojang nennt dafür:
sudo ufw allow 19132 sudo ufw allow 19133 sudo ufw reload
Ohne Protokollangabe gibt ufw TCP und UDP frei; das deckt auch den TCP-Verbindungsaufbau von NetherNet ab. Bleiben Sie bei NetherNet, legen Sie mit server-udp-ports einen festen UDP-Bereich fest, zum Beispiel server-udp-ports=49152-49200, und geben Sie genau diesen Bereich zusätzlich frei. Für Server, die aus dem Internet erreichbar sind, rät Mojang, den TCP-Port von NetherNet hinter einen Reverse Proxy zu stellen.
Ändern Sie server-port nur, wenn 19132 belegt ist, etwa bei zwei Servern auf einem Rechner. Die Option enable-lan-visibility=true lässt den Server im Heimnetz erscheinen; mit RakNet belegt er dafür laut Mojang zusätzlich die Standardports 19132 und 19133, auch wenn server-port anders lautet.
Schritt 4: Die wichtigsten Einstellungen in der server.properties
| Einstellung | Standard | Bedeutung |
|---|---|---|
server-name | Dedicated Server | Name in der Serverliste, ohne Semikolon |
gamemode | survival | survival, creative oder adventure |
difficulty | easy | peaceful, easy, normal oder hard |
allow-cheats | false | erlaubt Cheats wie Befehle |
max-players | 10 | höchste Zahl gleichzeitiger Spieler |
online-mode | true | alle Spieler melden sich mit Xbox Live an; Mojang rät, das bei Servern im Internet anzulassen |
allow-list | true | nur Spieler aus allowlist.json kommen auf den Server |
server-port, server-portv6 | 19132, 19133 | Port für IPv4 und IPv6 |
transport | nethernet | raknet oder nethernet, siehe oben |
level-name | Bedrock level | Name des Weltordners in worlds |
level-seed | leer | Seed für eine neue Welt |
view-distance | 32 | höchste erlaubte Sichtweite in Chunks |
tick-distance | 4 | wie weit um Spieler die Welt simuliert wird, 4 bis 12 Chunks |
player-idle-timeout | 30 | Minuten bis zum Kick bei Untätigkeit, 0 heißt nie |
default-player-permission-level | member | Rolle neuer Spieler: visitor, member oder operator |
Manche Werte liest der Server nur beim Anlegen einer neuen Welt, etwa level-seed; die meisten bei jedem Start. Starten Sie den Server nach einer Änderung neu. Schwierigkeit und Cheats ändern Sie im laufenden Betrieb auch mit changesetting difficulty hard oder changesetting allow-cheats true; die server.properties bleibt dabei unverändert. Höhere Werte bei max-players, view-distance und tick-distance kosten laut Mojang Leistung.
Schritt 5: Allowlist, Operatoren und Server-Identität
Weil allow-list in der aktuellen Version ab Werk an ist, kommt auf einen frisch installierten Server niemand, der nicht auf der Liste steht. Tragen Sie Ihre Spieler in der Serverkonsole mit ihrem Xbox-Gamertag ein:
allowlist add IhrGamertag allowlist add "Name mit Leerzeichen" allowlist remove IhrGamertag allowlist list
Die Liste steht in allowlist.json; die XUID ergänzt der Server beim ersten Beitritt selbst. Bearbeiten Sie die Datei von Hand, laden Sie sie mit allowlist reload neu. Mit "ignoresPlayerLimit": true zählt ein Spieler nicht zur Spielerzahl; laut Mojang gilt trotzdem eine weiche Grenze von 30 Spielern oder max-players plus 1, je nachdem, was höher ist. allowlist off schaltet die Liste aus, ohne die server.properties zu ändern; nach einem Neustart gilt wieder der Wert aus der Datei. Liegt neben allowlist.json noch eine alte whitelist.json, verwendet der Server die alte Datei.
Operator-Rechte vergeben Sie mit op Spielername und nehmen sie mit deop Spielername zurück. Die Rollen operator, member und visitor stehen mit der XUID in permissions.json; nach einer Änderung von Hand laden Sie sie mit permission reload neu. Dafür muss online-mode=true sein, weil die Rollen an der XUID hängen.
Ein Detail aus Mojangs Anleitung: Ohne gespeicherten Schlüssel erzeugt der Server bei jedem Start eine neue Server-Identität, und Ihre Spieler müssen dem Server danach erneut vertrauen. Geben Sie deshalb einmal serveridentity save in die Konsole ein; der Schlüssel liegt dann in keys/server_identity_key.pem.
Schritt 6: Verbinden, auch von der Konsole
Auf Windows, Android und iOS fügen Spieler den Server im Tab Server mit Adresse und Port hinzu. Im Heimnetz ist das die lokale IP-Adresse des Server-PCs, über das Internet Ihre öffentliche IP-Adresse oder eine Domain. Das Portfeld steht auf 19132, dem Standard des Dedicated Server; läuft Ihr Server auf einem anderen Port, tragen Spieler ihn dort ein.
Xbox, PlayStation und Switch zeigen im Tab Server nur ausgewählte Partnerserver. Dort ist ein Umweg nötig, zum Beispiel eine App auf einem Handy, die die Verbindung weitergibt. Das funktioniert, wird von Mojang aber nicht offiziell unterstützt. Planen Sie einen Server vor allem für Konsolenspieler, probieren Sie diesen Weg vorher aus.
Java-Spieler kommen nicht auf einen Bedrock-Server. Sollen beide Editionen zusammen spielen, nehmen Sie einen Java-Server mit Geyser und Floodgate; wie das geht, steht in Java und Bedrock auf einem Server. Einen reinen Java-Server richten Sie mit Minecraft Server erstellen ein.
Eigene Welt, Add-ons und Updates
Eigene Welt: Unter Windows liegen Bedrock-Welten im Ordner minecraftWorlds unter %appdata%\Minecraft Bedrock. Die Unterordner haben kryptische Namen; welche Welt welche ist, steht jeweils in der Datei levelname.txt. Kopieren Sie den Weltordner nach worlds, geben Sie ihm einen Namen ohne Sonderzeichen und tragen Sie genau diesen Namen bei level-name ein, Groß- und Kleinschreibung zählt. Eine exportierte .mcworld-Datei ist ein ZIP-Archiv, das Sie vorher entpacken. Starten Sie den Server vor dem Kopieren einmal, damit er seine Ordner angelegt hat.
Add-ons: Statt Plugins nutzt Bedrock Add-ons, also Behavior Packs, die auch Skripte enthalten können, und Resource Packs. Packs in den Ordnern behavior_packs und resource_packs neben dem Server stehen allen Welten zur Verfügung, Packs im Ordner einer Welt nur dieser Welt. Die einzelnen Schritte stehen in Minecraft Bedrock Add-ons installieren.
Updates: Server und Spiel brauchen dieselbe Protokollversion. Erscheint „Outdated Server“, aktualisieren Sie den Server, bei „Outdated Client“ das Spiel. Laut Mojang ändert sich das Protokoll schon bei Zwischenversionen. Für ein Update sichern Sie worlds, server.properties, allowlist.json und permissions.json, entpacken die neue Version über die alte und spielen die drei Dateien danach zurück, denn das ZIP enthält eigene Standardfassungen davon.
Bedrock Server bei HostValues
Soll Ihr PC nicht rund um die Uhr laufen, mieten Sie den Server. Bei HostValues läuft der offizielle Bedrock Dedicated Server im Gamepanel, und einiges ist schon erledigt:
- Port: Ihr Server hat einen festen Port, den das Panel bei jedem Start in die server.properties schreibt. Ihre Spieler geben IP-Adresse und diesen Port ein.
- Tab Startup: Server Name, Gamemode, Difficulty und Allow cheats stellen Sie dort ein. Das Panel schreibt diese vier Werte bei jedem Start in die server.properties; eine Änderung direkt in der Datei wäre nach dem Neustart wieder weg.
- Alles andere, zum Beispiel allow-list, max-players, level-name und transport, ändern Sie im Dateimanager direkt in der server.properties.
- Transport: Damit Spieler über IP und Port beitreten, muss dort transport=raknet stehen. Steht nethernet darin, ändern Sie den Wert auf raknet und starten neu.
- Versionen: Im Tab Versions wechseln Sie die Bedrock-Version. Angeboten werden nur Release-Versionen, und server.properties, allowlist.json und permissions.json bleiben beim Wechsel erhalten.
- Backups: Jedes Paket hat zwei Backup-Slots im Tab Backups.
| Spieler | Paket | Preis pro Monat | Bestellen |
|---|---|---|---|
| 1 bis 5 | Chicken: 2 GB RAM, 25 GB NVMe | €2,80 | Chicken bestellen |
| 5 bis 10 | Rabbit: 3 GB RAM, 25 GB NVMe | €4,20 | Rabbit bestellen |
| 10 bis 20 | Cow: 4 GB RAM, 25 GB NVMe | €5,60 | Cow bestellen |
| große Welten, viele Add-ons | Sheep (6 GB) bis Turtle (16 GB RAM, 100 GB NVMe) | €8,40 bis €22,40 | alle Pakete |
Alle Preise inklusive MwSt. und monatlich kündbar, bei jährlicher Zahlung sparen Sie 15 Prozent; Chicken kostet dann €28,56 im Jahr. Denken Sie bei mehr als 10 Spielern daran, max-players zu erhöhen. Alle sieben Pakete finden Sie unter Minecraft Bedrock Server mieten.
Häufige Fehler und Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Spieler werden sofort abgewiesen | allow-list=true, und der Spieler fehlt in allowlist.json | allowlist add Gamertag in der Konsole |
| Verbindung scheitert oder läuft in eine Zeitüberschreitung | Port nicht freigegeben, falsches Protokoll (RakNet braucht UDP) oder NetherNet ohne freigegebene UDP-Ports | transport prüfen, mit raknet UDP 19132 freigeben |
| „Outdated Server“ oder „Outdated Client“ | Server und Spiel haben verschiedene Versionen | Server beziehungsweise Spiel aktualisieren; Preview-Server nur mit Preview-Spiel |
| Vom selben Windows-PC klappt keine Verbindung | Windows blockiert Loopback | Befehl CheckNetIsolation aus Schritt 2 ausführen |
| Spieler müssen nach jedem Neustart dem Server neu vertrauen | Kein gespeicherter Identitätsschlüssel | serveridentity save einmal ausführen |
| Hochgeladene Welt startet nicht, stattdessen eine neue | level-name passt nicht genau zum Ordnernamen, oder die .mcworld wurde nicht entpackt | Ordnernamen und level-name angleichen, Archiv entpacken |
| Bei HostValues: geänderter gamemode steht nach dem Neustart wieder auf survival | Das Panel schreibt den Wert aus dem Tab Startup | Gamemode im Tab Startup ändern |
| Freunde auf der Konsole finden den Server nicht | Konsolen zeigen nur Partnerserver | Umweg über eine Handy-App oder mit Handy und PC spielen |
Auf einen Blick
- Download: Bedrock Dedicated Server kostenlos auf minecraft.net, Stand 23. Oktober 2026 Version 1.26.52.3, für Windows und Ubuntu.
- Start: bedrock_server unter Windows,
LD_LIBRARY_PATH=. ./bedrock_serverunter Ubuntu. - Ports: mit transport=raknet UDP 19132 und 19133; mit dem Standard nethernet TCP auf server-port plus UDP-Ports.
- allow-list ist ab Werk an: Spieler mit allowlist add eintragen.
- Operatoren mit op, Rollen in permissions.json, Server-Identität mit serveridentity save.
- Konsolen nur über einen Umweg, Java-Spieler gar nicht.
- Bei HostValues: Port vom Panel, Server Name, Gamemode, Difficulty und Allow cheats im Tab Startup, transport=raknet, Pakete ab €2,80 pro Monat.
Häufige Fragen
Ist der Minecraft Bedrock Dedicated Server kostenlos?
Ja. Mojang bietet ihn kostenlos für Windows und Ubuntu an. Kosten entstehen nur für den Rechner, auf dem er läuft, oder für einen gemieteten Server.
Welchen Port braucht ein Minecraft Bedrock Server?
Mit transport=raknet UDP 19132 für IPv4 und UDP 19133 für IPv6. Mit dem aktuellen Standard nethernet läuft der Verbindungsaufbau über TCP auf server-port, das Spiel danach über weitere UDP-Ports, die Sie mit server-udp-ports festlegen.
Wie füge ich Spieler zur Allowlist hinzu?
In der Serverkonsole mit allowlist add und dem Xbox-Gamertag, bei Leerzeichen in Anführungszeichen. Die Liste steht in allowlist.json; nach einer Änderung von Hand laden Sie sie mit allowlist reload neu.
Können Xbox-, PlayStation- und Switch-Spieler auf meinen Bedrock Server?
Nur über einen Umweg, denn auf Konsolen zeigt der Tab Server nur ausgewählte Partnerserver. Ein Weg ist eine App auf dem Handy, die die Verbindung weitergibt; Mojang unterstützt das nicht offiziell.
Können Java-Spieler auf einen Bedrock Server?
Nein, auf einen Bedrock Server kommen nur Bedrock-Spieler. Sollen beide Editionen zusammen spielen, nehmen Sie einen Java-Server mit Geyser und Floodgate.
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